Psychologische Beratung

Mediation

Ein guter Weg, zur gemeinsamen Vereinbarung!

Menschliche Gesellschaft zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Kommunikation das Zusammenleben regelt. Die Kommunikation wiederum führt oftmals durch unterschiedliche Wertvorstellungen und Erfahrungen zu Missverständnissen und Konflikten.

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem die Konfliktparteien mithilfe eines oder mehrerer speziell ausgebildeter Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben. Ein/e Mediator/in  ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.

Im Zuge der Zivilrechtsmediation besteht auch die Möglichkeit eine Vereinbarung zu treffen, die vor Gericht zu einem Vergleich erhoben werden kann und somit exekutierbar wird. Mediationsvergleich => § 433a Zivilprozessordnung (Über den Inhalt der in einem Mediationsverfahren über eine Zivilsache erzielten schriftlichen Vereinbarung kann vor jedem Bezirksgericht ein gerichtlicher Vergleich geschlossen werden).

Zivilrechtsmediation darf nur durch „eigetragene MediatorenInnen“ durchgeführt werden die in der Liste des Bundesministeriums für Justiz aufgeführt sind (siehe auch Liste der Zivilrechtsmediatoren)

Eine parteiliche Beratung (Gutachter, Anwälte, Steuerberater, …) kann ergänzend zur allparteilichen Beratung im Zuge einer Mediation nützlich sein, um Auswirkungen der Vereinbarung (des Vergleichs) zu prüfen. Im Falle der Zivilrechtsmediation und für die Erhebung zu einem Vergleich ist dies eine sehr sinnvolle Beratung.

Billiger und schneller als vor Gericht!

Bedenken sie die Auswirkungen eines Gerichtsprozesses auf die Konfliktparteien in der Zukunft, wenn zwischen den Beteiligten eine längere Beziehung besteht, die auch nach dem Konflikt weiter bestehen soll (Familie, Kinder, Nachbarschaft, Schule, Arbeitskollegen/innen, Geschäftsleben, …). Mediation bietet die Möglichkeit eine Lösung zu finden, bei der sich alle beteiligten in Zukunft noch in die Augen sehen können.

Das Gericht urteilt aufgrund der von den jeweiligen parteilichen AnwältenInnen vorgebrachten Beweise der Schuld bzw. der Unschuld ihrer MandantenInnen. Es ist eine Beweisaufnahme der Vergangenheit um einen/eine Schuldige/n zu finden und ein Urteil in der Gegenwart zu sprechen. Die Auswirkung eines solchen Prozesses ist immer eine „Win-Lose“ oder sogar „ „Lose–Lose“ Situation (siehe auch Konflikteskalation nach Friedrich Glasl) Mediation ist ein in der Gegenwart startender Prozess der eine „Win – Win“ Lösung für alle Parteien in der Zukunft anstrebt.

Gerichtsprozesse dauern von Natur aus, wesentlich länger als eine Mediation => statt Monaten oder Jahren nur Tage oder Wochen!
Die günstigeren Honorare für Mediatoren/innen als auch die verkürzte Dauer ersparen ihnen viel Zeit und Geld.

Bei fast allen Rechtsschutzversicherungen wird bereits eine Kostenübernahme bei einem Mediationsversuch angeboten – auf die jeweiligen Vertragsbedingungen achten! (Versicherungen setzten auf Mediation – warum?)

Verschwiegenheitsplicht

Die Schweigepflicht ist ein wesentlicher Bestandteil des Mediationsverfahrens und schützt nicht nur die Klienten vor Aussagen des Mediators, sondern verpflichtet den Mediator zur Verschwiegenheit vor allen anderen Personen. Diese Verschwiegenheit gilt auch vor einem Gericht und geht sogar so weit, dass der Mediator gemäß der Zivilprozessordnung nicht einmal als Zeuge vernommen werden darf. Genau genommen braucht der Mediator nicht einmal bei Gericht erscheinen. Es besteht damit bei Gericht ein gesetzliches Zeugenvernehmungsverbot.

Fristenhemmung

Während der Zivilrechtsmediation kommt es zu einer sogenannten „Fristenhemmung“, dies bedeutet das Ruhen von laufenden Verfahren die im Zuge der Mediation bearbeitet werden.